Montag, 6. Dezember 2010

Ära der Bäume


Der Baum wurzelt in altem Leid,
verblichener Erinnerung.
Das Holz von Erde ist befreit,
macht sich zur Wanderschaft bereit,
das Herz voller Verbitterung.

Der Baum wurzelt im toten Leib
aus dem er Lebensstärke trinkt.
Ganz gleich ob Mann, ob Kind, ob Weib,
es ist der dunkle Saft, der bleibt,
wenn man im Leichenberg versinkt.

Am schwarzen Meer rastet der Baum,
am Ozean aus Blut und Staub.
Doch vorstellen kann man sich kaum
den Anblick, wie ein böser Traum
der einem alle Hoffnung raubt.

Der Mensch hat sich nicht überlebt
und auch die tausend Sonnen nicht,
welche die Welt in gleißend Licht
geflutet, dass die Erde bebt
und sich aus ihren Angeln hebt.

Der Baum wuchs in der neuen Zeit
zu menschengleicher Kreation,
welche in voller Einigkeit
und ihrem Herzen war bereit
zu leben als der Erde Sohn. 



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Era of Trees



Die Ära der Bäume. Das Bild zeigt einen Mensch-Baum-Hybriden. Ich habe das Bild ohne eine bestimmte Eingebung gezeichnet, aber dieses Bild hat mich hinterher zu einem Gedicht inspiriert, nämlich "Ära der Bäume". Ich möchte anmerken dass weder der Titel des Bildes noch der des Textes in irgendeinem Zusammenhang mit dem Lied von Kaschte (Samsas Traum) stehen. Leider kann man das Rad nicht immer neu erfinden, aber ich gebe mir mühe. Der Text landet gleich als nächstes auf dem Blog.

Heart



"Heart" zeigt ein geschlechtsloses Wesen, in dessen Brust ein Loch klafft, dort wo das Herz sein sollte. Passenderweise hat dieses Loch eine Herzform, zusätzlich sieht man Rippen, aber keine Wirbelsäule. Unter der Kreatur sehen wir eine nackte Frau, die zu tode gequält wirkt. Dabei wurde sie aber nicht von der Kreatur sexuell misshandelt, denn dieses ist ja völlig asexuell. Doch wurde ihr das Herz herausgerissen.

Unsere Sehnsucht nach der Nähe eines Menschen gründet darauf, dass uns selbst etwas fehlt, und dieser Mensch soll unsere unvollkommene Existenz vervollständigen. Ist das Defizit bei einem selbst groß, so fordert man unbewusst auch viel mehr von seinem Partner, bis hin zur emotionalen Ausbeute. Und wenn wir nicht aufpassen, dann haben wir irgendwann alles Gefühl aus diesem Menschen herausgerissen.

Television



Das Bild trägt den Titel "Television" und ist eines meiner ersten surrealistischen Werke. Die Botschaft ist dabei ebenso banal wie komplex: In den Medien wohnen Monster. Wie dieser Satz bzw. die Bedeutung des Bildes auszulegen ist, das bleibt jedem selbst überlassen.
Tatsache ist dass die Medien in der heutigen Gesellschaft eine immer größere Rolle spielen, wobei das Internet den Fernseher bald ablöst, aber Bildschirm bleibt Bildschirm. Wir müssen zu jeder Zeit die Kontrolle über die Medien behalten, ehe jemand anderes Kontrolle via Medien über UNS hat.

Samstag, 2. Oktober 2010

Atemlos


Ein Spiegel, direkt vor deinem Gesicht,
beschlägt, darum erkennst du nicht
wer auf der anderen Seite liegt.
Dein Leben, sein jahrelanger Verlauf
drängt sich in quälenden Stunden dir auf,
bis letzten Endes die Müdigkeit siegt.
Endlich, dein Spiegelbild wird langsam klar
und wenn du erkennst, wer dein altes „Ich“ war
ist es zu spät, denn du bist tot.

Dienstag, 21. September 2010

Insanity


Geld. Terror. Sex. Erfolg. Liebe. Hass. Religion. Die Bibel. Dianetik. Style.
Das sind nur einige Schlagwörter. Was macht den Menschen verrückt? Warum dreht der normale Mensch von heute durch? 
Diese Frage wollte ich mit einem Bild beantworten, die Idee war ursprünglich nur die Bibel zu nehmen und sie dem Ottonormal-Menschen einfach mit Gewalt ins Gehirn zu hämmern, aber das hat mir nicht gereicht und wäre auf langweilige Art und Weise nur auf eine Glaubensrichtung bezogen. Ich sage nicht, dass all die Dinge, die ich auf dem Buch aufgelistet habe schlecht sind, im Gegenteil. Außer Dianetik - sprich Scientology - das ist meiner meinung nach wirklich Teufelszeug, Verarsche, Schrott, Müll, Gift. Soll Scientology mich doch verklagen xD 
Ansonsten sind Religion, Liebe, sex, Erfolg und vor allem Geld allesamt Dinge die ich selbst sehr mag ^^ aber eben auch jene, die einem das meiste Kopfzerbrechen bereiten. Der Terror setzt dem ganzen noch eins drauf, denn er verfolgt uns, schließt sich unseren täglichen Sorgen an und macht uns das Leben zur Hölle. Dabei meine ich garnicht wirklich echte Terrorattentäter ... falls es die so überhaupt wirklich gibt. Sondern eher die Art und Weise wie der Kampf ... nein, der KRIEG gegen Terror, gegen Terroristen, gegen Terrorismus, gegen Terracotta immer und immer wieder hypnotisch auf und ab gespielt werden, als wäre das das Zentrum unserer Existenz, als wäre die Angst davor das einzige, was uns am Leben erhielte, was natürlich völliger schwachsinn ist. 

Und so schnell wird man verrückt. Bölle bölle ... bölle bölle bölle ... bölle bölle bölle bölle ... böllebölle bölle bölle

Winged Snake - Quetzalcoatl



Der vollständige Titel ist eigentlich "Winged Snake of Thunder - Quetzacoactl", das Atztekische Vieh mit dem unaussprechlichem Namen ^^ 
Wie ihr wisst zeichne ich viele Bilder für meine RPG-Charaktere selbst, und für meinen neusten Chara brauche ich mehr als nur einen gutaussehenden jungen Mann. Dabei handelt es sich um einen One Piece Charakter mit dem Namen "Snakebite D. Raiden", ganz klar, Snakebite ist auf die Schlange bezogen (dazu komm ich gleich noch), D. gehört zu den mysteriösen "D."-Trägern die den roten Faden in One Piece bilden und "Raiden" ist die englische Fassung des Namens eines japanischen Donnergottes.
Wenn man alles zusammennimmt ergibt sich schonmal ein ungefähres Bild dessen, was Raiden ein mal darstellen soll. Er hat natürlich von einer Teufelsfrucht gegessen, Typ "Zoan", d.h. eine Tiergestalt, doch wie Marco aus der Whitebeard-Bande hat er nicht irgend ein Tier erwischt. Zoan - Type: Mythical Creature, eine Mythische Bestie. Marco hatte den Phönix und damit auch das Element Feuer, was ihm eine faire Chance gegen Logia-Nutzer verschaffte. 
Raiden hat Mythical Creature Quetzacoactl, die geflügelte Schlange des Donners, entsprechend das Element Blitz und Donner. Das macht ihn gefeit gegen Logia-Nutzer, außerdem kann er damit Fliegen und sich auch teilweise verwandeln, ist aber nicht overpowered, er kann halt im endeffekt alles, was Marco kann.

Cactus with hat



Als ich mich in kubistischer Malweise versucht habe merkte eine Freundin an, mein Männchen sähe aus wie ein Kaktus mit Hut ... das fand ich sehr deprimierend, aber ich wollte aus dieser Niederlage einen Gewinn machen, und dabei fand ich die Idee eines Kaktus mit einem Hut ganz witzig. Also hab ich mich rangesetzt und einen recht simplen Kaktus gezeichnet mit vielen vielen vielen kleinen Nadeln und einem Zylinder. 
Mir gefällt das Bild eigentlich recht gut, aber bei so etwas simplem konnte ich ja wohl auch kaum etwas falsch machen, oder?

Love the christmas Seal


Langeweile im Unterricht ist so ziemlich die größte Inspiration die ich mir vorstellen kann ^^ Meine Freundin hat mir vor einiger Zeit mal einen niedlichen Anhänger geschenkt, ein kleines Plüschtier in Form einer Weihnachts-Robbe, und da Ende September ja die Weihnachtssaison quasi vor der Tür steht (... -.- ... ) dachte ich ein kleines Tierbild wie dieses wäre doch mal niedlich. Enttäuscht bin ich von den Schattierungen, die hätten wesentlich besser sein können, und mehr. Mir gefallen das Gesicht und die Fettfalten ^^

Donnerstag, 16. September 2010

Nichts

Der Mensch der
in der Fülle allen Seins,
der Ganzheit des Universums
selbst die schwarze, kalte Leere,
leblose Unendlichkeit erkennt,
dem ist ein Stück Papier
das gebleichte Sinnbild
von gepresstem Nichts.
Nichts ahnend,
nicht ahnend, dass
auf dem Blanko
alles sein kann
und noch mehr.

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Dienstag, 14. September 2010

Schaffenskrise

Ein diamentener Gedankenstrom
der nicht strömen, fließen will
und wie ein Kristall steht still
ist starr, ist fest, ist wunderschön,
doch leider nur schön anzusehn'.
Bricht auch in seinem Glanz das Licht,
ein Spiegelbild erkennt man nicht.



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Donnerstag, 15. Juli 2010

Spielkind

Spielkind, Spielkind,
stark suchtgefährdet,
früh abgewertet
durch Regeln und Richtlinien.

Schon fast 20, pubertär,
 Playstation und Pandabär,
Gedanken: Revolutionär
Doch sinnlos, da nicht kapitabel,
Mit Erfolg kaum kompatibel.
Braucht Abitur, braucht Studium
Sonst bringt ihn diese Welt noch um.

„Träumen kannst du später noch,
wenn alles vorbei ist.“
Doch wenn er bis zu diesem Punkt
Zu träumen gar gänzlich vergisst?
„Ein Studium hat Hand und Fuß!
Brotlose Kunst, das ist kein Los!“
Ein Anwalt wollt er werden,
nicht um sich zu beschweren,
zur eigenen Verteidigung.
Doch sei’s Drum.

Paul

Richtlinien für Linienrichter,
doch war’s bei der WM kein lichter,
eher ein nicht ganz so heller
aus dem Lienienrichterkeller.

Bezahlt von einem Oktopus
Achtet er auf Hand und Fuß,
auf dass das Spiel verlaufen mag
wie es der Tintenfisch gesagt.

Wer ist eigentlich Paul?
Schwimmt nur faul
Durch das Aquarium
Und stellt sich dumm,
verdient jedoch Wetten
einen durchaus netten
Batzen Geld.
… … … … … …
Was die Kommission der Internationalen Fußballvereinigung davon hält?

Dienstag, 6. Juli 2010

Leere Worte

An dem Punkt, der kommen wird,
wenn Worte keine Seele tragen
und der Vers nichts ist, nur ein Produkt,
wenn Strophen keinen Inhalt,
Metaphern nichts zu sagen haben
und man nicht mehr schreibt, nur druckt,
ist's der Dichter selbst, der stirbt.